Berichte von unseren Frauenmannschaften


unbenannt-1

Team 1a: Haie-Frauen scheiden unglücklich im Halbfinale aus

Es hat nicht sollen sein: nach leidenschaftlichen, teilweise mitreißendem Spiel sind die Kölner Haie Frauen im Halbfinale zum Aufstieg in die Frauenbundesliga unglücklich im Penalty-Schießen ausgeschieden: sie scheiterten am Bundesliga-Nachwuchs des EC Bergkamen, nachdem die Bärinnen den 3:4 Rückstand aus dem Hinspiel mit 5:4 egalisieren konnten. Auch wenn der Meister noch ausgespielt werden muss, stehen nach den Durchführungsbestimmungen die Damen der Düsseldorfer EG als Aufsteiger fest.

Spielberichte:

Mi.: EC Bergkamen – Kölner EC  3:4 (0:2, 1:1, 1:2)

Das Team 1a der Haie-Frauen hat die erste Hürde genommen und im ersten Halbfinale zum Aufstieg in die Frauenbundesliga den EC Bergkamen glücklich, aber nicht unverdient, mit 4:3 (2:0/1:1/1:2) im Auswärtsspiel geschlagen und damit die Tür zum Finale geöffnet. Als erster Finalist steht bereits das Team der Düsseldorfer EG 1a fest, was einen besonderen Anreiz für die Haie-Frauen darstellt.

Das Spiel in Bergkamen konnte spannender nicht sein: die Haie-Frauen überraschten den leicht favorisierten Bundesliga-Nachwuchs Bergkamens durch ein frühes Stören weit im Drittel der Bärinnen, so dass diese nicht wie gewohnt in ihren Spielaufbau fanden. Belohnt wurde diese laufintensive Spielweise mit einem Doppelschlag durch Britta Dillenberger und Celina Belo, so dass die Haie-Frauen nach einem der besten Drittel der laufenden Saison mit einer 2:0-Führung beruhigt in die erste Pause gehen könnten.

Zu Beginn des zweiten Drittels das gleiche Bild – Köln sehr aggressiv im Forechecking und konsequentes Verteidigen ohne dabei in Gefahr zu geraten, dass Bergkamen ins Spiel fand. Einziges Manko bisher war die zu geringe Torausbeute gemessen an der Vielzahl der erarbeiten Chancen.
Das 3:0 für die Haie-Frauen in der 30.Spielminute durch Christina Schwamborn war vollkommen verdient, aber auch gleichzeitig ein Wendepunkt im Spiel: die intensive Spielweise forderte ihren Preis und Bergkamen nutzte die sich mehr und mehr ergebenen Möglichkeiten gleich zum 1:3 Anschluss wenige Minuten später. Mit diesem Treffer im Rücken drehte Bergkamen das Spiel zu seinen Gunsten und nutzte den nachlassenden Kölner Druck und die ersten Unkonzentriertheiten um das eigene, routinierte und effektive Spiel umzusetzen. In den Fokus rückten nun die Kölner Verteidigung und Goalie Theresa Ferling, die zunehmen Kopf und Kragen riskieren mussten.

Die Kölner Haie-Frauen stemmten sich mit unbändiger Leidenschaft und Kampfbereitschaft gegen den nun immensen Druck der Bärinnen, zu vermeiden war dennoch nicht, dass diese spät, aber immerhin zum Ausgleich kamen, wobei Theresa Ferling zuvor noch einen Penalty abwehren konnte. Eine 5:3-Überzahl nutzten die Haie-Frauen kurz vor Spielende für sich: Valerie Offermann erkannte eine der wenigen Lücken in der ECB-Verteidigung und spielte den Puck souverän durch die Schoner der Bärinnen-Golie zur vielumjubelten erneuten Haie-Führung. Nach wütenden Angriffen der Bärinnen und einer „Abwehrschlacht“ in den letzten Minuten verließen die Haie-Frauen glücklich, aber nicht unverdient, das Eis als Gewinnerinnen des ersten Halbfinals.

Strafen: EC Bergkamen 10 Minuten – Kölner Haie 2 Minuten

So.: Kölner EC – EC Bergkamen 4: 5 n.P. (0:1, 4:2, 0:1, 0:0, 0:1)

Die Kölner Haie Frauen waren von Beginn an einem immensen Druck des EC Bergkamen ausgesetzt, die früh den Rückstand aus dem Hinspiel ausgleichen wollten. Mit viel Geschick und der richtigen Einstellung unterbanden die Haie jegliche Versuche und landeten ihre eigenen Chancen, die sie noch nicht verwerten konnten. Erst wenige Minuten vor dem Ende des ersten Drittels fanden die Bärinnen eine Lücke in der Haie-Verteidigung und gingen in Führung. Dieses späte Tor ließ die Haie Frauen unbeeindruckt, sie drehten das Spiel mit entfesseltem Leidenschaft in den nächsten Minuten zu ihren Gunsten: dreimal Celina Belo und einmal Valerie Offermann spielten eine 4:1-Führung raus, die auf einer Klasse-Leistung des gesamten Teams fußten. Nach einer 2-Minuten-Strafe für eine Kölnerin verkürzten die Bärinnen auf 2:4, um gleich auch die unnötige Konfusion neun Sekunden später zum 3:4 zu nutzen.

Dem nicht genug, spielten die in der Breite besser aufgestellten Bärinnen im letzten Drittel mit dem Schwung des Doppelschlags ihre Stärken gerade durch die Bundesliga-erfahrenen Spielerinnen aus und gingen, auch durch individuelle Fehler der Kölnerinnen begünstigt, sogar in Führung und glichen die Serie aus. Die fünfminütige Overtime verlangte dann noch einmal alles von den Haien, die sie im 3 zu 3-Spiel mit unbändigem Willen und Einsatz überstanden. Das Penalty-Schießen wurde dann wie in so vielen Sportarten zu einem Glücksspiel, was die Haie an diesem Abend leider verloren.

Auch wenn die Enttäuschung zunächst obsiegt, zweimal mit drei Toren in Führung gelegen zu haben und dann doch nicht belohnt zu werden, haben die Haie Frauen mit ihrem Trainer René Nosper eine fantastische Saison gespielt. Sie haben in der Hauptrunde den beiden mit deutlich besseren Ressourcen ausgestatteten Teams aus Bergkamen und Düsseldorf nicht nur alles abverlangt,  sondern konnten Paroli bieten und auch in einigen Spielen in die Knie zwingen. Lediglich das schlechtere Torverhältnis entschied zu Gunsten der anderen und entschied über die Platzierung die Halbfinalpaarungen. Da sich das Team aber nahezu unverändert seit zwei Jahren zu immer neuen Klasse-Leistungen spielt und auf „Eigengewächsen“ basiert, so ist die Leistung über die gesamten Saison betrachtet außergewöhnlich und verdient allen Respekt. Auch wenn die Haie Frauen nicht im Finale stehen, so dürfen Trainer und Team mit Stolz feststellen, dass das Team der Saison in diesem Jahr nicht im Finale steht.

Kader der Kölner Haie:

Tor: Theresa Ferling, Leonie Kruse

Abwehr: Nadja Fuchsa, Celina Belo, Angelina Lindenbeck, Eva Lehmler (A)

Sturm: Britta Dillenberger (C), Valerie Offermann (A), Julia Ohligschläger, Jule Klement, Christina Schwamborn, Naemi Bär, Sally Klöser

Strafen: Kölner Haie: 12 Minuten – EC Bergkamen: 8 Minuten

Team 1c: Unentschieden gegen DEG 1b

In einem ausgeglichenen Spiel trennten sich am Samstagabend das Team Kölner Haie Frauen 1c und das der Düsseldorfer EG 1b leistungsgerecht mit 3:3 (1:2/2:0/0:1).

Die Haie Frauen spielten couragiert und ließen sich gegen den Tabellenvierten nicht wie in den Spielen zuvor den Schneid abkaufen. Einsatzbereitschaft, diszipliniertes und konzentriertes Stellungsspiel sowie der Wille zum Sieg stimmten an diesem Abend und ermöglichten den Haien aus einer starken Verteidigung heraus viele eigene Chancen, die aber nicht konsequent genutzt wurden. Individuelle Fehler führten dann auch zu den ersten beiden Gegentoren bei einem zwischenzeitlichen Ausgleich durch Inga Hufnagel. Gut zu wissen, dass heute Rückstände nicht mehr zu Auflösungserscheinungen führen: nach dem neuerlichen Rückstand kamen die Haie Frauen zurück und erzielten erneut durch Inga Hufnagel nicht nur den Ausgleich, sondern gingen wenig später verdient durch Schirin Stichel sogar in Führung. Der erneute Ausgleich der DEG 1b resultierte wiederum aus individuellen Fehlern in der Verteidigung, war jedoch auch der Startpunkt für einen offenen Schlagabtausch beider Teams: Minutenlang ging es zwischen den Toren mit hohem Tempo hin und her, die guten Schiedsrichter Zerbe und Braun ließen das Spiel laufen, so dass die Reihen mit dem Auswechseln gar nicht her hinterher kamen.

Ein verdienter Punkt für die Haie Frauen, bei konsequenterem Nutzen der eigenen Chancen wäre sogar ein Sieg möglich gewesen. In der Summe ein gutes Spiel der Haie, ein wichtiger und weiterer Schritt nach vorne in der Entwicklung des Teams von Coach Markus Ballast.

Kader der Kölner Haie:
Tor: Jennifer Walter, Stefanie Roggenkamp
Abwehr: Lena Rosenbaum, Schrin Stichek, Katja Weinert,  Linda Vivian Lohr (A)
Sturm: Sabrina Temp, Jacqueline Seidel (C), Yvonne Oltzen, Hanna Seiffert, Kira Ballast (A), Friederike Sagurna, Inga Hufnagel, Theresa Merk, Patricia Liszka, Jana Rosenbaum, Simona Taverna, Viola Wegelt

Strafen: KEC-Frauen 1c 4 Minuten – Düsseldorfer EG 1b 6 Minuten