Der KEC „Die Haie“ e.V. trauert um Gerhard Kießling


G. Kießling

Gerhard Kießling ist tot. Der ehemalige Meistertrainer der Haie starb am vergangenen Freitag im Alter von 94 Jahren in seiner Wahlheimat Mittenwald.

Gerhard Kießling wurde am 22. Juni 1922 in Meerane geboren. Dort begann auch seine Eishockey-Laufbahn, genauer gesagt im benachbarten Frankenhausen, heute ein Stadtteil von Crimmitschau. Mit 15 Jahren spielte er erstmals international für die deutsche Jugendnationalmannschaft. Nach dem 2. Weltkrieg wirkte er als  Spielertrainer beim TSV Frankenhausen, nach dem Abschluss eines Sportstudium konzentrierte er sich auf die Trainertätigkeit. 1957 floh er in die Bundesrepublik und arbeitete zunächst als Trainer von Preußen Krefeld, ein Jahr später Bundestrainer. Politische Intrigen verhinderten, dass er als Bundestrainer zu den Olympischen Winterspielen in Squaw Valley reisen konnte. 1966 kehrte er zum DEB zurück, zunächst als Bundes-Nachwuchstrainer, ab 1971 wieder Bundestrainer.

1975 begann seine erfolgreiche Zeit als Vereinstrainer. Mit dem EV Rosenheim stieg er in die 1 Bundesliga auf, dann zig er – mit Sohn Udo – nach Köln und führte die Haie zweimal zur Deutschen Meisterschaft. Zwischen den beiden Meisterschaften 1977 und 1979 lag ein kurzes Gastspiel in Berlin, ab 1979 arbei8tete in Düsseldorf, Füssen, Iserlohn, Lustenau (Österreich), Innsbruck und SC Rießersee.

Seine nächste Station war  Crimmitschau, wo er  nach der Wiedervereinigung Aufbauhilfe für das ostdeutsche Eishockey leistete. Danach ging es nochmals nach Innsbruck und schließlich nach Berlin zum EGC Dynamo.

1991 zog er sich als Trainer zurück und lebte fortan in Mittenwald.

Die Kölner Haie haben Gerhard Kießling viel zu verdanken. Unter seiner Regie wurden die beiden Meistertitel gewonnen, damit wird er den Fans, die das miterleben dürften, immer im Gedächtnis bleiben.

Unser Mitgefühl gilt seinen  Hinterbliebenen, u.a. seinem Sohn Udo.